Donnerstag, 11. August 2011

Praxistipps für Unternehmen: Smartphones sicher nutzen

Smartphones sind aus vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken und so nutzen immer mehr Mitarbeiter mobile Endgeräte um auf E-Mails, Software und Datenbanken zuzugreifen. Das bietet natürlich enorme Mehrwerte, lässt alllerdings auch Sicherheitrisiken enstehen. Sensible Unternehmensdaten müssen gegen Verlust oder Diebstahl des Gerätes sowie falsch konfigurierte und unsichere Verbindungen geschützt werden. Hier durch Schutzmaßnahmen vorzubeugen ist daher ungemein wichtig. Daher haben wir im Folgenden 8 Praxistipps für die sichere Nutzung von Smartphones zusammengestellt:

Privates von beruflichem trennen
Ein sehr wirksamer Schritt ist das betriebliche Smartphone wirklich auch nur für geschäftliche Zwecke zu verwenden. So brauchen man sich auch keine Sorgen machen, dass durch private Nutzung dem Unternehmen Schaden entsteht und man eventuell in Erklärungsnot gerät. Sollte eine private Nutzung des Firmengeräts trotzdem gestattet werden, macht es Sinn Regeln für die private Nutzung zu definieren und die Mitarbeiter für mögliche Gefahrenquellen zu sensibilisieren.

Apps
Die Nutzung von Apps macht ein Smartpone erst richtig Smart. Doch viele Apps geben persönliche Daten über das Internet weiter ohne den Nutzer konkret zu fragen. Zudem können Apps Viren und Trojaner enthalten. Daher ist es manchmal schon viel Wert zu überlegen, ob die App auch wirklich für mein betrieblich genutztes Smartphone nötig ist oder eher auf ein privates Gerät gehört. Auf jeden Fall sollten Apps aber nur aus vertrauenswürdigen Quellen bezogen werden. Hier kann man sich an Testberichten im Internet und Zertifikaten oder Vergleichbarem orientieren.

Zugriffskontrolle
Smartphones bleiben schnell unbeaufsichtigt liegen oder gehen verloren. Daher ist ein vernünftiger Zugangsschutz enorm wichtig um einen unbefugten Zugriff zu verhindern. Überlegt Euch ob es nicht Sinn macht verschiedene PINs für die Simkarte, Tastensperre etc. zu vergeben. Betriebliche Smartphones sollten außerdem von einem Verantwortlichen, wie dem Administrator oder einem externen Dienstleister, für den  sicheren Zugriff auf E-Mail oder virtuelle Netzwerke konfiguriert werden.

Sicheres Passwort
Dieser Punkt ist vielen bekannt, wird in der Praxis aber oft nicht ausreichend umgesetzt. Auf jeden Fall zu vermeiden sind Namen, Geburtsdatum oder ähnliches. Je länger und kryptischer ein Passwort ist, desto besser. Versucht Kombinationen aus Zahlen, Buchstaben und oft sind auch Sonderzeichen möglich. Damit man sich diese Passwörter besser merken kann, kann man sich Eselsbrücken bauen oder Buchstaben durch Zahlen ersetzten die diesen ähneln.

Schnittstellen
Gerade die Schnittstellen Bluetooth und WLAN können ein Einfallstor für Hacker oder Schadsoftware sein. Wenn Ihr die Funktionen erst einschalten wenn diese auch wirklich benötigt werden, kann das Risiko deutlich minimiert werden und schont dazu auch noch den Akku. Falls Ihr Bluetooth oft benötigt, z.B. für Freisprecheinrichtungen, schaltet den Modus auf unsichtbar.

Datenverschlüsselung
Für Unbefugte wird es deutlich schwieriger auf Daten zuzugreifen, wenn Verschlüsslungen existieren. Bei manchen Geräten kann das einfach eingestellt werden. Ist dies nicht der Fall gibt es Software-Lösungen die genutzt werden können. Den Netzbetreiber zu fragen ob er Security Services für E-Mail bzw. Netzzugriff anbietet kann auch oft weiterhelfen.
Immer häufiger werden Smartphones auch von Viren und Trojanern angegriffen. Zur Abwehr können Schutzprogramme installiert werden. Testberichte oder Experten können hier Aufschluss über die passende Software liefern.

Updates und Synchronisieren
Aktuelle Software-Updates helfen zwischenzeitlich entdeckte Sicherheitslücken zu schließen und sorgen so für Schutz. Kontakte sind extrem wichtige Werte für Unternehmen. Vermeidet auf jeden Fall eure Kontakte ausschließlich auf dem Smartphone zu verwalten. Synchronisieren Sie regelmäßig ihr Smartphone mit ihrem Computer, so dass bei Verlust oder defekt des Smartphones die Kontakte gesichert sind.

Fernlöschung
Es gibt Lösungen (Software/Services) mit denen verlorene oder gestohlene Smartphones aufgespürt und gegebenenfalls außer Betrieb gesetzt bzw. gelöscht werden können. Hier sollte aber unbedingt auf das Fachwissen eines Experten zurückgegriffen werden.

Zusatztipps
Sollten Sie Ihr Smartphone samt sensiblen Daten verloren haben und z.B. keine Fernlöschung möglich ist, kann es Sinn machen einen Wirtschaftsdetektiv zu beauftragen. Hier können wir die Wirtschaftsdetektei Detektei Defacto empfehlen. 

ideaevolution - Dortmund

Copyright Foto: iStockphoto LP / IvanDube 
Quelle: "Smartphones sicher nutzen", TeleTrust e.V., 04/2011
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen